Mediation in der Familie

Familienkonflikte sind selten Streit um eine Sache allein. Es geht um Zugehörigkeit, um Gerechtigkeit über Jahrzehnte, um Loyalitäten. Ein Urteil kann das nicht auflösen — eine gemeinsam erarbeitete Regelung schon.

Typische Anlässe

  • Trennung und Scheidung — Umgang, Betreuungsmodell, Unterhalt, Hausrat, gemeinsame Immobilie
  • Nach der Trennung — Regelungen, die nicht mehr passen, weil die Kinder älter geworden sind oder jemand umzieht
  • Erbauseinandersetzung — Nachlass unter Geschwistern, Hofübergabe, Pflichtteilsfragen
  • Pflege der Eltern — wer übernimmt was, wer zahlt was, wer entscheidet
  • Patchwork — Rollen und Regeln in neu zusammengesetzten Familien

Wenn Kinder betroffen sind

Kinder sind keine Verhandlungsmasse und auch keine Zeugen. Sie werden nicht gefragt, bei wem sie lieber wohnen wollen. Wo es sinnvoll ist, bringe ich ihre Perspektive ins Gespräch ein — durch die Frage, was eine Regelung für den Alltag der Kinder bedeutet, nicht durch deren Befragung.

Verhältnis zum Gerichtsverfahren

Mediation ersetzt keine anwaltliche Beratung und keine notarielle Beurkundung. Sie geht ihnen voraus: Was in der Mediation vereinbart wird, lässt sich anschließend rechtlich prüfen und — bei Scheidungsfolgenvereinbarungen — notariell beurkunden. Ich empfehle ausdrücklich, das Ergebnis vor Unterschrift anwaltlich prüfen zu lassen.

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