Mediation in der Nachbarschaft

Nachbarschaftsstreit hat eine unangenehme Eigenschaft: Man kann dem Ergebnis nicht ausweichen. Wer den Prozess gewinnt, wohnt anschließend weiter Tür an Tür mit dem Verlierer — oft noch jahrzehntelang.

Häufige Anlässe

  • Lärm — Musik, Kinder, Handwerk, Haustiere, Gartengeräte
  • Grenzbepflanzung, Überhang, Laub, Schattenwurf
  • Stellplätze, Zufahrten, Winterdienst, Mülltonnen
  • Bauliche Veränderungen und Grenzabstände
  • Konflikte in Wohnungseigentümergemeinschaften
  • Spannungen zwischen Mietparteien im selben Haus

Warum das Verfahren hier besonders gut passt

Der eigentliche Streitwert ist meist gering, die emotionale Belastung hoch und die Verfahrensdauer vor Gericht lang. Eine Mediation ist häufig nach zwei Sitzungen abgeschlossen, kostet einen Bruchteil und produziert etwas, das ein Urteil nicht kann: eine Regelung, mit der beide weiterleben können.

Ein Hinweis zur Rechtslage in Hessen: In bestimmten nachbarrechtlichen Streitigkeiten ist vor Klageerhebung ein außergerichtlicher Einigungsversuch vorgesehen (§ 15a EGZPO in Verbindung mit dem hessischen Ausführungsrecht). Ob das für Ihren Fall gilt, klären Sie bitte anwaltlich — eine Mediation ist davon unabhängig jederzeit möglich.

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